Wir lesen aus Kältemittel, Füllmenge und Prüfhistorie aus, welche Anlagen der Phase-Down zuerst trifft — und liefern einen priorisierten Umrüstfahrplan, mit dem Sie in die Budgetplanung gehen können.
Die Verordnung begrenzt nicht die Zahl der Anlagen, sondern die Menge an CO₂-Äquivalent, die jährlich in Verkehr gebracht werden darf. Bis 2030 sinkt diese auf 35 Millionen Tonnen.
Eine Anlage mit 60 kg R‑404A entspricht rund 235 Tonnen CO₂-Äquivalent. Dieselbe Anlage mit CO₂ als Kältemittel entspricht 0,06 Tonnen. Diese Spreizung bestimmt Prüfintervalle, Kältemittelpreise und den Zeitpunkt, zu dem sich ein Weiterbetrieb nicht mehr rechnet.
Nach Art. 7 führt der Betreiber die Aufzeichnungen — nicht der Kältefachbetrieb. Kältemitteltyp, Füllmenge, jede nachgefüllte und rückgewonnene Menge sowie alle Dichtheitskontrollen samt Leckagen und Nachkontrolle.
Wer über Jahre mit mehreren Wartungsfirmen gearbeitet hat, findet die Anlagenbücher an den Standorten, in Ordnern, in Serviceportalen verschiedener Anbieter — selten an einer Stelle und selten vollständig.
Die Umrüstung auf natürliche Kältemittel ist absehbar, aber ohne Bewertung des Bestands lässt sie sich nicht priorisieren. Das Ergebnis sind Einzelentscheidungen im Störfall statt eines Budgets über mehrere Jahre.
Jede Stufe verknappt das Kältemittel, das Ihre Anlagen brauchen. Wir legen Ihren Bestand auf diese Kurve und lesen ab, wann welche Anlage wirtschaftlich kippt.
Die vollständige Aufnahme und Bewertung Ihres Anlagenbestands über alle Standorte.
Die fortlaufende Führung der Nachweise, damit der Stand nicht wieder auseinanderläuft.
Sie sollen vor dem ersten Gespräch einschätzen können, worauf Sie sich einlassen. Deshalb hier der vollständige Ablauf mit den Unterlagen, die wir brauchen, und dem, was Sie an jedem Punkt zu sehen bekommen.
Wir fragen vier Dinge: Wie viele Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen betreiben Sie und an wie vielen Standorten? Welche Kältemittel sind im Einsatz, soweit bekannt? Wer macht heute die Wartung? Wie werden die Anlagenbücher geführt?
Daraus sagen wir Ihnen zwei Dinge: ob sich eine Kältebilanz für Sie überhaupt lohnt, und was sie kostet. Der Preis ist ein Festpreis nach Anlagenzahl – keine Tagessätze, keine Nachträge.
Wir arbeiten mit dem, was da ist, in dem Format, in dem es da ist: Wartungsverträge, Anlagen- und Kältemittelbücher, Prüfprotokolle der letzten fünf Jahre, Rechnungen über Kältemittelbezug, vorhandene Anlagenlisten, Zugänge zu Serviceportalen Ihrer Wartungsfirmen. PDF, Excel, gescannte Papierordner, Handyfotos aus dem Technikraum – alles brauchbar.
Pro Anlage suchen wir: Standort, Verwendung, Hersteller und Typ, Baujahr, Kältemittel, Füllmenge, letzte Dichtheitskontrolle, zuständiger Fachbetrieb. Was fehlt, notieren wir für Schritt 2.
Nur dort, wo Unterlagen lückenhaft sind. Wir gehen mit Ihrer Haustechnik die betroffenen Anlagen ab und nehmen die Angaben vom Typenschild auf: Kältemittel, Füllmenge, Hersteller, Seriennummer, Baujahr. Fotodokumentation je Anlage.
Wir öffnen nichts, schalten nichts ab und greifen in keine Anlage ein. Der Betrieb läuft während unseres Besuchs normal weiter.
Für jede Anlage berechnen wir das CO₂-Äquivalent aus Kältemitteltyp und Füllmenge und leiten daraus ab, in welchem Intervall sie kontrolliert werden muss und ob ein Leckage-Erkennungssystem vorgeschrieben ist.
Anschließend stufen wir die Phase-Down-Exposition ein. Dafür bewerten wir vier Größen: das Treibhauspotenzial des eingesetzten Kältemittels, dessen absehbare Verfügbarkeit und Preisentwicklung, das Alter der Anlage im Verhältnis zur üblichen Nutzungsdauer, und wie kritisch ein Ausfall für Ihren Betrieb wäre. Eine alte Tiefkühlanlage mit R-404A im Zentrallager wird damit anders eingestuft als eine junge R-32-Klimaanlage im Büro.
Wir gehen jede Anlage gegen die Aufzeichnungspflichten durch: Sind Typ und Füllmenge dokumentiert? Ist jede nachgefüllte und rückgewonnene Menge belegt? Sind alle Dichtheitskontrollen mit Datum und Prüfer erfasst? Sind festgestellte Leckagen mit Behebung und Nachkontrolle dokumentiert?
Was rekonstruierbar ist, holen wir bei Ihren Wartungsfirmen nach. Was nicht rekonstruierbar ist, benennen wir als Lücke – mit der Einschätzung, wie relevant sie im Fall einer Prüfung wäre.
Für die Anlagen mit hoher Exposition kommt unser Fachpartner aus dem Kälteanlagenbau dazu – in der Regel bei einem gemeinsamen Ortstermin für die kritischsten zehn bis fünfzehn Anlagen.
Bewertet werden drei Wege je Anlage: weiterbetreiben und beobachten, auf ein Alternativkältemittel umstellen, oder ersetzen. Dazu kommen die Randbedingungen, die man nur vor Ort sieht: Aufstellungsort und Belüftung bei brennbaren Kältemitteln, Druckstufen und Rohrführung bei CO₂, Platzverhältnisse, Anbindung an vorhandene Regelungstechnik.
Die Kostenrahmen leiten wir aus Marktdaten und vergleichbaren Projekten ab – als Größenordnung für die Budgetplanung, nicht als Angebot.
Sie bekommen ein Dokument, das Sie ohne Übersetzung in die Investitionsplanung geben können: Anlagenregister mit Bewertung je Anlage, Lückenliste, priorisierter Umrüstfahrplan mit Zeitfenstern und Budgetrahmen bis 2030, Zusammenfassung für die Geschäftsführung auf einer Seite.
In einem Termin von etwa zwei Stunden gehen wir das gemeinsam durch – mit Ihrer Technik und, wenn Sie möchten, mit Ihrem Fachbetrieb.
Beispielhafte Darstellung mit fiktiven Anlagendaten. In der Kältebilanz erhalten Sie diese Auswertung für Ihren vollständigen Bestand, ergänzt um Begründung und Budgetschätzung je Position.
Im Bericht steht bei jeder Bewertung, worauf sie beruht: auf der Verordnung, auf einer Herstellerangabe, auf Marktdaten oder auf einer Schätzung unseres Fachpartners. Sie sehen also jederzeit, was gesichert ist und was eine begründete Annahme. Uns ist lieber, Sie können unsere Schlüsse nachvollziehen, als dass sie eindrucksvoll klingen.
Wir installieren nicht, warten nicht, verkaufen keine Anlagen und keine Kältemittel. Wir nehmen keine Provision von ausführenden Betrieben oder Herstellern an. Die Empfehlung, die Sie von uns bekommen, hat für uns keinen wirtschaftlichen Vorteil – das ist der Grund, warum es uns gibt.
Unsere Arbeit findet an Unterlagen und Typenschildern statt. Kein Eingriff in den Kältekreislauf, keine Abschaltung, keine Betriebsunterbrechung. Alle Arbeiten an der Anlage selbst führt Ihr Fachbetrieb aus.
Das Anlagenregister bekommen Sie als offene Excel-Datei, nicht als Zugang zu einem System, das wir betreiben. Wenn Sie nach der Bilanz nicht mit uns weiterarbeiten, verlieren Sie nichts. Alle Unterlagen behandeln wir vertraulich; eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnen wir selbstverständlich vorab.
Kältemittel und ungefähre Füllmenge eintragen — Sie sehen sofort das CO₂-Äquivalent Ihres Bestands, die Prüfintervalle und den vom Phase-Down erfassten Anteil. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen.
Wir kommen aus der Prozess- und Datenseite und arbeiten bei der technischen Bewertung mit Kältefachbetrieben zusammen. Wir installieren nicht und verkaufen keine Anlagen — dadurch ist unsere Empfehlung nicht an einen Hersteller gebunden.
M.Sc. Wirtschaftsinformatik. Kommt aus dem Release- und Prozessmanagement regulierter IT-Landschaften — aus einem Feld, in dem Nachweispflichten und Fristen den Takt vorgeben.
LinkedIn ↗M.Sc. Data Science. Verantwortet die Auswertung der Bestandsdaten, die Risikobewertung je Kältemittel und die Modellierung der Umrüstszenarien.
LinkedIn ↗Erzählen Sie uns, wie viele Anlagen Sie betreiben und wie die Nachweise heute geführt werden. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Kältebilanz für Sie lohnt — und wenn nicht, auch das.